Paul Panther Auto Stop Pop – Mickey Ego Pop

Paul Panther Auto Stop Pop – Mickey Ego Pop

Diese Bilder aus der Reihe „Pop Geometric“ von Joan Llaverias sorgen in einem unserer Büros für gute Laune.  

Der Künstler  

Joan Llaverias ist ein katalanischer Künstler, der seine Werke in Barcelona kreiert und bereits europaweit ausgestellt hat. Aktuell ist seine Kunst in Privatsammlungen auf fünf Kontinenten vertreten.  

Bereits als Kind hat Joan Llaverias angefangen zu malen. In Barcelona hat er Keramik, Radierung und Schmuckdesign studiert und im Jahr 1997 schließlich seine erste Kunstausstellung eröffnet.  

Bei den meist abstrakten Kunstwerken liegt das Hauptaugenmerk für Joan Llaverias auf der Entstehung von Farben und deren Veränderungsprozess. Seine Inspiration sieht er dabei in der Natur, den Formen und den Farben in seiner Umgebung.  

Seine Pop Art Reihe mit dem Titel „Pop Geometric“ umfasst mehr als 140 Kunstwerke. Sie sticht aus seinen sonst eher abstrakt gehaltenen Kunstwerken heraus.  

Die Kunstwerke  

Bei den Bildern mit dem Titel „Mickey Ego Pop“ und „Pink Panther Auto Stop Pop“ handelt es sich um jeweils 100×100 cm große Gemälde in Acryl auf Leinwand.  

Auch wenn in diesem Fall kein bei Pop Art Kunstwerken oft eingesetztes Siebdruckverfahren verwendet wurde, sucht man charakterisierende Pinselspuren hier vergeblich. Dies ist ein kennzeichnendes Merkmal der Pop Art, welches die berechnende, distanzierte Haltung des Künstlers zum Ausdruck bringt. 

Zurückzuführen ist diese Haltung auf die Entstehungsgeschichte der Pop Art (engl. Pop = Knall; ebenso kurz für popular art = populäre Kunst), die im Laufe der 50er Jahre parallel in England und den USA ihren Anfang fand. Mit dem Einsatz von alltäglichen Gegenständen, Motiven aus Massenmedien und Konsumobjekten der Massengesellschaft in Verbindung mit knalligen Blockfarben, ursprünglich in der Werbegrafik verwendet wurden, wurde eine Brücke geschlagen zwischen Kunst und LebenDie Vorreiter der Pop Art erkannten, dass Kunst von jeder Quelle ausgehen kann. Mit der wachsenden Popularität der Pop Art verschwammen dadurch die bis dato in Kunst und Kultur vorherrschenden Hierarchien. Kunst sollte sich zu einem für jedermann zugänglichen Konsumgut entwickeln. Hierauf basiert die Kommerzialisierung der Kunst durch serielle Fertigung von Pop Art Kunstwerken, bei denen (so auch bei Joan Llaverias) oft das Motiv bestehen bleibt und lediglich Hintergrund, Größe, Farben und Kombinationen verändert werden.  

Die Verwendung der populären Motive zielt auf die Massentauglichkeit der Kunst ab und bringt gleichzeitig oft auch eine (ironische) Kritik an unserer Konsumgesellschaft zum Ausdruck.  

In diesem Fall ist allerdings davon auszugehen, dass wir von Mickey und Paulchen keine Kritik zu befürchten haben.

Taxing Times

Taxing Times

Mit unserer neuen Blogreihe  stellen wir die Kunstwerke vor, die die Wände bei uns im Langerfeldt-Haus schmücken.

Den Anfang macht dieses Book based Art-Gemälde aus der „Bookclub“-Reihe von Paul „Franko“ Franklin.

Der Künstler

Paul Franklin – bekannt unter seinem Künstlernamen Franko – ist ein australischer Künstler aus der Nähe von Brisbane. In seinen 10 Jahren als Vollzeitkünstler hat er bereits mehr als 5.000 Bilder in über 30 Staaten verkauft. Sein Atelier befindet sich auf seinem rund 65 Hektar großen Grundstück, welches er nicht nur mit seiner Familie, sondern auch mit Hühnern, Kühen, Pferden, Hunden und Katzen teilt. In dem eigens für seine Zwecke errichteten Atelier fertigt und lagert Franko seine Kunstwerke auf mehreren Stockwerken. Inspiriert unter anderem durch Andy Warhol, Banksy und Leroy Neiman schafft er eine eigene Mischung aus Pop Art, Street Art, abstrakter und realistischer Kunst.

Das Kunstwerk

Für seine buchbasierte Reihe von Kunstwerken, die er selbst „Bookclubs“ getauft hat, wurde er inspiriert von Raine Bedsole, dessen Werk mit unbekanntem Titel er in dem letzten Twilight Film im Jahr 2012 entdeckt hat. Bedsole war allerdings nicht der erste, der Buchseiten in seine Kunstwerke eingearbeitet hat – diese Technik wurde von einigen Künstlern bereits vor 50 – 60 Jahren eingesetzt.

Für das Werk „Taxing Times“ hat Franko Seiten aus dem Buch „When the going was good“ von Evelyn Waugh – eine Reisebiografie über seine Erlebnisse zwischen 1929 und 1935 – verwendet.

Das Design des Bildes ist dem Buchumschlag des damals bei dem Verlag Penguin Books erschienenen Buches nachempfunden. Penguin Books – gegründet im Jahr 1935 – hatte einen genrebasierten Farbcode für seine Bücher: orange für Fiktion, grün für Kriminales und blau für Biografien. Dieser Farbcode findet sich in den Bookclubs-Werken wieder.

Darüber, was der Künstler sich bei dem offensichtlich fiktiven „Buchtitel“ gedacht hat, und ob Karl Marx damit wohl glücklich gewesen wäre, kann nur spekuliert werden.

Der Doktortitel – Zwischen Praxis und Prestige

Der Doktortitel – Zwischen Praxis und Prestige

Der Doktor ist der höchste akademische Grad in Deutschland. Während der erste Doktortitel einer deutschen Universität bereits im Jahr 1359 verliehen wurde, entstand die bis heute praktizierte Form der Promotion erst Ende des 18. Jahrhunderts.

Geschichte der Dissertation

Die Grundlage hierfür boten die seit dem 16. Jahrhundert durchgeführten Disputationen. Anders als heute stellten diese bis zu ihrer Ablösung durch die Dissertation die Kernleistung des Promovierenden dar. Im Rahmen der Disputation führten die Disputanten ein mündliches Streitgespräch, in welchem sie bestimmte Thesen zu verteidigen hatten. Diese Thesen wurden doch nicht durch den Disputanten selbst, sondern durch den die Disputation führenden Professor aufgestellt. Die Disputation wurde im Vorfeld in gedruckter Form öffentlich angekündigt. Diese Ankündigung enthielt die zu verteidigenden Thesen mit entsprechender Erläuterung und hatte in der Regel einen Umfang von etwa 30 Seiten. Verfasst wurde sie ebenfalls nicht durch den Promovierenden, sondern durch den Professor. Erst Anfang des 19. Jahrhunderts begannen die Promovierenden, ihre Dissertationen selbst zu verfassen.

Bedeutung des Doktortitels in Deutschland

Für unsere Liebe zum Doktortitel werden wir Deutschen gerne international belächelt. Mit etwa 25.000 Promotionen pro Jahr liegen wir im internationalen Vergleich weit über dem Durchschnitt. Eine mögliche Erklärung hierfür bietet die unterschiedliche Systematik im Vergleich zu anderen Ländern: So reicht beispielsweise in Großbritannien oder Frankreich der Besuch einer stattlichen Eliteschule meist aus, um der Karriere den nötigen „Boost“ zu verpassen. Dort erfolgt die Promotion folglich eher zu Forschungszwecken.

In Deutschland hingegen geht nur jeder fünfte Promovierte in die Forschung. Dies ergab die Studie „Hochqualifizierte in Deutschland“ des statistischen Bundesamts. Als Grund hierfür gaben 47% der Befragten bessere Alternativen außerhalb der Forschung an. Rund 1/3 der Befragten gab an, an einer Forschertätigkeit kein Interesse zu haben.

Hierzulande wird also eher promoviert mit dem Ziel, sich wirtschaftlich und sozial eine bessere Position zu verschaffen. Nicht nur lässt der Dr. vor dem Namen die Herzen aller Schwiegermütter höher schlagen, auch wirtschaftlich hat die Promotion meist beachtliche Auswirkungen: Ca. die Hälfte der erwerbstätigen Promovierten bekleiden nach Abschluss der Promotion eine Führungsposition.

Der Doktortitel als Name

Seit 1988 ist der Hinweis auf den akademischen Grad Bestandteil des Passgesetzes und der Doktortitel im Personalausweis somit eintragungsfähig. Ein Anspruch auf die Dr.-Anrede ergibt sich hieraus jedoch nicht, denn: Der Doktortitel ist nicht Bestandteil des Namens.

Während man bei bei Loriot sogar in der Badewanne auf die korrekte Anrede mit „Sie“ und „Herr Doktor“ besteht, ist die Handhabung in der Realität heutzutage etwas lockerer. In der Geschäftswelt ist die „korrekte“ Anrede ein Zeichen von Respekt und Wertschätzung und hat sich daher weitgehend etabliert. Im Privaten wird hingegen oft auf die Dr.-Anrede verzichtet, zumal es auch nicht üblich ist, sich mit „Herr Doktor“ oder „Frau Doktor“ vorzustellen.

Im Endeffekt bleibt es wohl den Promovierten selbst überlassen, welchen Wert sie der Doktorenanrede beimessen möchten.

Fest steht, dass der Erwerb eines Doktortitels nicht nur hochspezifisches Fachwissen und Durchhaltevermögen erfordert. Interesse an dem gewählten Thema und der Wille, die Wissenschaft auf diesem Gebiet ein Stück weiter zu bringen sind der Grundstein, den alle Doktoren – ob forschend oder nicht – sicher gemeinsam haben.

Wie (ver-)kauft man eigentlich ein Haus?

Für die meisten ist der Kauf oder Verkauf eines Grundstücks ein einmaliges Erlebnis. Daher ist es nicht verwunderlich, dass bei den Beteiligten oftmals eine große Unsicherheit bezüglich der Abläufe herrscht. Mit diesem Video vermitteln wir einen Überblick über den klassischen Prozess eines Haus- und Grundstückskaufs. Selbstverständlich gibt es bei jedem Haus- und Grundstückskaufvertrag Besonderheiten. Um die kümmern sich dann die Spezialisten 😉

 

Kontrollgremien in der GmbH

Kontrollgremien in der GmbH

Wirft man einen Blick in das GmbH-Gesetz findet man dort als Organe der GmbH die Geschäftsführung und die Gesellschafterversammlung. Anders als bei der Aktiengesellschaft ist ein Aufsichtsrat, also ein Gremium, dass die Geschäftsführung überwacht, bei der GmbH nicht gesetzlich vorgesehen. Dennoch können bei der GmbH weitere (Kontroll-)Gremien installiert werden.

Errichtung von Gremien

Ob für die Errichtung eines Kontrollgremiums wie beispielsweise eines Aufsichtsrats eine Satzungsänderung durch notarielle Beurkundung vonnöten ist, war lange Zeit unklar. Im letzten Jahr hat der Bundesgerichtshof hierzu nun eine Entscheidung getroffen, welche Klarheit über das zu verfolgende Vorgehen schafft:

Hiernach ist ein einfacher Gesellschafterbeschluss zur Errichtung eines solchen Gremiums dann ausreichend, wenn die Einführung durch eine Öffnungsklausel im Gesellschaftsvertrag bereits hinreichend bestimmt ist.

Hintergrund

Im vorliegenden Fall hatte ein durch den neu installierten Aufsichtsrat abberufener Geschäftsführer einer GmbH gegen seine Abberufung geklagt und unter anderem vorgetragen, dass die Errichtung des Aufsichtsrats und damit seine Abberufung als Geschäftsführer unwirksam wären.

Errichtet wurde der Aufsichtsrat durch einfachen Beschluss der Gesellschafterversammlung unter Anwendung der gesellschaftsvertraglich getroffenen Regelungen.

Erstinstanzlich gab das Kammergericht Berlin dem Kläger Recht und entschied die Unwirksamkeit der Errichtung des Aufsichtsrats mit der Begründung, dass es sich bei der Errichtung des Aufsichtsrats um eine Satzungsänderung handelt, welche der notariellen Beurkundung und Eintragung in das Handelsregister bedarf.

Diese Entscheidung hat der Bundesgerichtshof mit Urteil vom 02.07.2019 – Az.: II ZR 406/17 aufgehoben. Begründet wurde dies damit, dass die Errichtung eines Aufsichtsrats durch einfachen Gesellschafterbeschluss dann zulässig ist, wenn die Satzung der GmbH eine „hinreichend bestimmte“ Öffnungsklausel enthält.

Die Öffnungsklausel muss demnach neben der Möglichkeit der Errichtung eines Aufsichtsrates an sich auch die wesentlichen Aufgaben, den Umfang und etwaige weitere auf den Aufsichtsrat zu übertragende Kompetenzen umfassen.

In dem obigen Urteil zitiert der Bundesgerichtshof folgendermaßen aus dem Gesellschaftsvertrag:

„(1)  Die Gesellschafter können beschließen, dass die Gesellschaft einen aus drei oder sechs Mitgliedern bestehenden Aufsichtsrat erhält.

(2)   Auf den Aufsichtsrat finden § 52 Abs. 1 GmbHG und die dort genannten aktienrechtlichen Bestimmungen nur Anwendung, falls und soweit die Gesellschafter dies mit der Mehrheit der abgegebenen Stimmen beschließen.

(3)   Der Aufsichtsrat überwacht die Geschäftsführung. Die Gesellschafter können dem Aufsichtsrat durch Beschluss weitere Aufgaben und Befugnisse zuweisen, insbesondere das Recht gewähren, Geschäftsführer zu bestellen und abzuberufen, Anstellungsverträge mit diesen abzuschließen, zu ändern und zu beendigen, Geschäftsführer zu ermächtigen, die Gesellschaft allein zu vertreten, eine Geschäftsordnung für die Geschäftsführer festzulegen und diesen Weisungen zu erteilen.

(4)   Die Gesellschafter können jederzeit beschließen, dass durch Gesellschafterbeschluss gemäß Absatz 2 für anwendbar erklärte aktienrechtliche Bestimmungen keine Anwendung mehr finden oder dass dem Aufsichtsrat Aufgaben und Befugnisse, die ihm gemäß Absatz 3 durch Gesellschafterbeschluss zugewiesen wurden, nicht weiter zustehen.“

Die wesentliche Aufgabe des Aufsichtsrats (=Überwachung der Geschäftsführung) ist bezeichnet. Etwaige weitere durch die Gesellschafter an den Aufsichtsrat zu übertragene Kompetenzen sind in ihren Grundzügen aufgeführt. Die durch den Bundesgerichtshof manifestierten Anforderungen an eine „hinreichend bestimmte“ Öffnungsklausel sind damit gegeben.

Durch die Formulierung der Öffnungsklausel ist die mit der Installation eines Aufsichtsrats einhergehende strukturelle Änderung bereits im Vorhinein gesellschaftsvertraglich geregelt, sodass es bei Bildung des Aufsichtsrats nicht zur Begründung eines von der Satzung abweichenden, rechtlichen Zustands kommt. Eine erneute gesellschaftsvertragliche Regelung erübrigt sich.

Konsequenzen

Die Gründung eines Aufsichtsrats oder vergleichbaren Organs per einfachem Gesellschafterbeschluss ist dann möglich, wenn die Satzung dies zulässt.

Möglich ist dies mithilfe einer Öffnungsklausel im Gesellschaftsvertrag. Um diese später wirksam umsetzen zu können, muss die Öffnungsklausel nicht nur die generelle Möglichkeit zur Installation des entsprechenden Organs, sondern auch den Umfang und die Befugnisse und Kompetenzen regeln, ggf. nebst der Ermächtigung an die Gesellschafter, diese Befugnisse später im Detail festzulegen (= doppelte Öffnungsklausel).

Fazit

Um den Weg für die spätere Gründung eines Aufsichtsrats oder eines vergleichbaren Organs zu ebnen, ist es sinnvoll, sich bereits bei Fassung des Gesellschaftsvertrags mit den Modalitäten zu befassen. Sollte die Installation eines weiteren Gremiums zu einem späteren Zeitpunkt in Betracht kommen, kann eine entsprechend ausformulierte Öffnungsklausel im Gesellschaftsvertrag im Nachhinein unnötigen Verwaltungs-, Zeit- und auch Kostenaufwand vermeiden.